WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) ist eine neuartige Funktechnologie, die auf drahtlosem Wege eine Datenübertragung über Distanzen von bis zu 50 km bei Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 40 MBit/s gestattet. WiMAX hat eine gewisse Ähnlichkeit mit den heutigen WLAN-Systemen (Wireless Local Area Networks). Durch die Verwendung leistungsfähiger Modulations- und Kodierungsverfahren umfasst der Versorgungsbereich ganze Regionen, während WLAN nur lokal mit Reichweiten von einigen 100 m einsetzbar sind. WiMAX dient vorwiegend dazu, in Gebieten ohne geeignete Kabelinfrastruktur breitbandige Internet-Zugänge zur Daten- und Sprachübertragung bereitzustellen. WiMAX basiert auf den Standards IEEE 802.16d für stationäre und portable Anwendungen sowie IEEE 802.16e für mobile Dienste. Ähnlich dem Mobilfunk enthalten WiMAX-Netze zum einen Basisstationen, die das vorgegebene Gebiet funktechnisch versorgen und mit dem Festnetz über Kabel oder Richtfunk verbunden sind. Zum anderen enthält es auf Seiten der Nutzer Endgeräte, die entweder stationär mit Outdoor- oder Indoor-Antennen betrieben werden oder portabel nutzbar sind (Notebooks und PDAs mit WiMAX-Funkkarte). Ab ca. 2008 sollen mobile Endgeräte (WiMAX-fähige Handys) hinzukommen. WiMAX nutzt in Deutschland und in Europa den 3,6-GHz-Frequenzbereich. Weitere Frequenzen werden derzeit von der Regulierungsbehörde erschlossen. Die Antennen-Strahlungs-Leistungen liegen heute seitens der Basisstationen bei bis zu 40 W und seitens der Endgeräte zwischen 100 mW und 4 W. Je nach Anwendung (stationär, portabel oder mobil) liegen die maximalen Übertragungsraten in der Praxis zwischen 1,5 und 20 MBit/s. In Deutschland wurden Ende 2006 WiMAX Lizenzen an 5 Netzbetreiber für bundesweite und regionale Anwendungen vergeben. Die ersten WiMAX-Netze sind errichtet und in Betrieb. Für ein Netz mit bundesweiter Abdeckung müssen etwa 10.000 Basisstationen errichtet werden. |